Wir sind Menschen, die in Erfurt leben. Wir wünschen uns einen besseren Schutz der Stadtbäume sowie einen weitsichtigeren Umgang mit der Stadtnatur.

Demo "Denkmal-mit-Baum!" am 15.2.2019 auf dem Petersberg
Demo “Denk-mal-mit-Baum!” am 15. Febru­ar 2019 auf dem Peters­berg.

Gefun­den haben wir uns nach den mas­si­ven Fäl­lun­gen für die BUGA-Pro­jek­te in Nord­park, Gera­aue und auf dem Peters­berg. Unser Ziel: Erfurt muß grü­ner wer­den.

Wir for­dern Maß­nah­men zur Anpas­sung der Stadt an den Kli­ma­wan­del und Maß­nah­men gegen das Insek­ten­ster­ben. Bei­des, der Kli­ma­wan­del und das mas­si­ve Arten­ster­ben sind die größ­ten Bedro­hun­gen für unse­re Umwelt und damit für uns Men­schen. Es reicht nicht aus, abwar­tend nach Ber­lin oder Brüs­sel zu schau­en und auf Vor­ga­ben “von oben” zu war­ten. Kom­mu­nen und ihre Bür­ger müs­sen selbst aktiv wer­den. Schutz und Meh­rung von Bäu­men und Stadt­na­tur sind dafür ein wesent­li­cher Schlüs­sel.

Wer Erfurts Grün­ent­wick­lung in den letz­ten Jah­ren mit offe­nen Augen ver­folgt hat, stellt fest, dass längst nicht alles im “grü­nen Bereich” ist. Gera­de in der hoch ver­dich­te­ten und ver­sie­gel­ten Innen­stadt, aber auch im Grün­der­zeit­ring ist seit lan­gem eine schlei­chen­de Ent­grü­nung zu beob­ach­ten. (Bei­spie­le hier) Die Bäu­me auf städ­ti­schem, wie auch auf pri­va­tem Grund wer­den weni­ger und die, wel­che da sind, haben es schwer, da ihnen oft nur mini­ma­le Wur­zel­räu­me zur Ver­fü­gung ste­hen.  Dabei sind Bäu­me, und gera­de die alten unter ihnen, die bil­ligs­te und effek­tivs­te Kli­ma­an­la­ge über­haupt. In Pla­nungs­pro­zes­sen wer­den sie bis­her aber oft als Staf­fa­ge betrach­tet und ver­lie­ren, als schwächs­tes Glied in der Ket­te, gegen­über ande­ren Inter­es­sen.

Das Poten­zi­al für Klein­kli­ma und Öko­lo­gie von alter­na­ti­ven Grün­flä­chen wie begrün­ten Dächern oder Fas­sa­den, aber auch pri­va­ten Gär­ten, Klein­gär­ten, Acker­strei­fen und Frei­flä­chen ist dage­gen noch gar nicht so rich­tig ent­deckt. Hier hat Erfurt Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten. Die­se auch zu nut­zen, ist das Anlie­gen unse­res Bür­ger­be­geh­rens.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Gerlinde Wehner-Hamberger

    Hal­lo, Gleich­ge­sinn­te,
    mei­ne Ant­wort auf Ihre Fra­ge lau­tet ganz klar: Die Brüh­ler­vor­stadt braucht mehr Grün!
    Ich unter­stüt­ze das Bür­ger­be­geh­ren aus volls­tem Her­zen. Jede Baum­fäl­lung erfüllt mich unend­li­cher Trau­rig­keit. In mei­ner unmit­tel­ba­ren Umge­bung wur­de im letz­ten Jahr ein Wal­nuß­baum gefällt, das ein­zi­ge Grün, das von mei­nem Wohn­zim­mer­fens­ter aus zu sehen war, in die­ser dicht bebau­ten Umge­bung. Ein Zet­tel im Brief­kas­ten mit der Info: Mor­gen Baum­fäl­lung — und man kann nichts ändern. Ich habe sogar ange­ru­fen und die Grün­de hin­ter­fragt, aber das zu ver­hin­dern, ist ja unmög­lich. Ich habe an die­sem Tag sehr früh das Haus ver­las­sen, weil ich es nicht ertra­gen hät­te, die Fäl­lung mit anzu­se­hen. Natür­lich von einem der Eigen­tü­mer die Aus­sa­ge, dass es eine Ersatz­pflan­zung geben wer­de. Aber mir ist auch ein Jahr spä­ter kei­ne bekannt.
    Vor drei Wochen dann die Fäl­lung einer Kas­ta­nie auf dem Nach­bar­grund­stück. Sie war teils nicht mehr vital, trotz­dem habe ich gehofft, dass sie noch län­ger ste­hen wür­de. Am Abend vor­her hat es mir fast das Herz gebro­chen. Jetzt auch vor dem Küchen­fens­ter nur noch Beton bzw. Back­stein­wän­de — ein ein­zi­ges Dilem­ma.
    Als ich im Febru­ar sah, dass die Bäu­me am Tegut-Markt gefällt waren, war ich total scho­ckiert. Ich habe die Grün­de bei der Fili­al­lei­te­rin hin­ter­fragt und mei­nen Ärger Luft gemacht. Ich habe sogar gesagt, dass ich Tegut künf­tig als Lebens­mit­tel­markt mei­den wer­de (was natür­lich nicht so ein­fach ist). Die Stadt tra­ge die Ver­ant­wor­tung, sie habe die Zufahrt von der Brüh­ler Stra­ße zum Tegut-Markt nicht geneh­migt und daher müs­se der Umbau anders rea­li­siert wer­den und die Bäu­me hät­te des­halb gefällt wer­den müs­sen. Jetzt ist mir natür­lich klar, dass das so nicht stimmt. Dass ich nicht die Ein­zi­ge war, die die Baum­fäl­lun­gen moniert hat, wur­de mitr schnell klar.
    Ich unter­stüt­ze die For­de­run­gen der bei­den Bür­ger­initia­ti­ven in vol­lem Umfang und betei­li­ge mich ger­ne. Bit­te infor­mie­ren Sie mich über ent­spre­chen­de Akti­vi­tä­ten, Peti­tio­nen usw.
    Bes­te Grü­ße
    Ger­lin­de Weh­ner

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